Umgebung & Geschichte
Padingbüttel liegt naturnah an der Nordseeküste im Land Wursten – ideal für Deichspaziergänge, Radtouren und Ausflüge in die Region.
Ferien in Land Wursten
Zwischen Deich, Watt und Dorf
Padingbüttel ist eine naturnah orientierte Wohnsiedlung mit größeren landwirtschaftlichen und wenigen kleineren Handwerksbetrieben. Der Name des Dorfes wurde 1365 erstmals urkundlich erwähnt. Zum kleinen Dorf mit der St.-Matthäus-Kirche aus dem 12. Jahrhundert als Mittelpunkt des alten Ortskerns gehören auch die Siedlungen Rotthausen, Ober- und Niederstrich sowie Altendeich.
Bis zum Grundzentrum der Samtgemeinde Land Wursten, der Gemeinde Dorum, sind es rund 6 km. Der Weg von Padingbüttel bis zum Deich in Dorum beträgt etwa 3 km.
Auch im Winter hat die Region ihre reizvollen Seiten – ob Ski-Langlauf bei Schnee oder ein Spaziergang bei frischer Nordseeluft.
Ausflugsziele in der Nähe
Von hier aus sind die schönsten Ecken des Cuxlands schnell erreicht.
Nordseebad Dorum
Nur rund 6 km entfernt – mit Deich, Strand und Wattenmeer.
Helgoland & Neuwerk
Beliebte Tagesausflüge per Schiff ab der Küste.
Cuxhaven
Hafenstadt mit Alter Liebe, Seebrücke und Wattenmeer-Erlebnis.
Deich & Radwege
Spaziergänge am Deich und Radtouren durch Land Wursten direkt vor der Tür.
Piratenspielplatz Dorum-Neufeld
Großer Abenteuerspielplatz mit Kletterschiff „Snorre“ und Leuchtturm-Rutsche direkt am Meer – rund 8 km entfernt, ideal für einen Ausflug mit Kindern.
Watt'n Bad Dorum-Neufeld
Freibad mit Rutschen und Kinderbecken in Dorum-Neufeld – schöne Ergänzung zum Strandtag, auch an kühleren Tagen.
Nationalpark-Haus Wattenmeer
Ausstellung mit Aquarien und Wattmodell in Dorum-Neufeld – spannend für Groß und Klein, auch bei Regenwetter eine gute Adresse.
Geführte Wattwanderungen
Von Dorum-Neufeld oder Wremen aus das Weltnaturerbe Wattenmeer hautnah erleben – ein Highlight für die ganze Familie.
Ortsgeschichte
Ein kleiner Auszug aus der Geschichte Padingbüttels
Das heutige Gebiet um Padingbüttel war Wattenwildnis. Der römische Schriftsteller Plinius d. Ä. (24–79 n. Chr.) beschrieb es als „einen ewigen Streitgegenstand der Natur, denn es bleibt zweifelhaft, ob das Gebiet zum Lande gehört oder zum Meere“.
Die ersten Wurten – künstlich aufgeworfene Erdhügel – wurden vermutlich während der ersten Landnahme durch wagemutige Sachsen errichtet, die den Kampf mit dem Wasser aufnahmen.
Nachrückende Friesen begannen, Siedlungen zu bauen. Im ganzen Land Wursten entstanden auf diese Weise 513 Wurten, auf denen man hoch und trocken „sitzen“ konnte: „Terra Wortsaciae“ – „Land der Wurtensitzer“.
Zu den ersten Siedlungsgeschlechtern gehörten die Padinge. „Büttel“ entstand aus „bodal“, „bodlos“ und schließlich „gributli“, was Haus, Gebäude oder Siedlung bedeutet. Padingbüttel leitet sich somit von „Gebäudesiedlung der Padinge“ ab.
In Padingbüttel gibt es 50 Wurten, von denen einige noch heute bewohnt werden. Später wurden um die Siedlungen Privatdeiche gebaut, die Vieh und Land der einzelnen Besitzer schützten.
St.-Matthäus-Kirche
Musik- und Kunstgeschichte im Dorfkern
Vincent Lübeck, einer der bedeutenden Kirchenmusiker des 17./18. Jahrhunderts, wurde in Padingbüttel geboren und machte hier seine ersten Fingerübungen an der Orgel.
Der Passionsflügelaltar mit großflächigem Relief nach zeitgenössischen Stichvorlagen stammt aus der Zeit von 1480 bis 1490 – ebenso wie die Kreuzigungsgruppe oberhalb des Chorbogens. Der Altar ist 1,80 m hoch und bei geöffneten Flügeln 2,40 m breit. Die Kanzel mit Portal, Gang, Treppe und vierfeldrigem Kanzelkorb war 1652 das erste größere Barockwerk im Land Wursten, gefertigt in der Werkstatt von Jürgen Heidtmann aus Otterndorf und gestiftet vom Kirchspielvogt Eggerik Ludek Sibes.